23 | 06 | 2018
Pflicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gudrun Smith   
Freitag, den 22. August 2014 um 10:39 Uhr

Pflicht lässt uns Dinge gut machen, Liebe lässt die Dinge bewundernswert erscheinen.

Können Sie sich vorstellen, dass Bach seine Sonaten aus Pflichtbewusstsein schrieb? Oder Tiger Woods seine Golfschläge rein aus Pflicht erfüllte? Nein, sicherlich nicht. Beide haben aus Liebe zu ihrer Tätigkeit höchste Qualität hervorgebracht. Diese Liebe gab ihnen die Stärke und die Disziplin die Niederlagen zu akzeptieren und sie zu den Höhen aufsteigen zu lassen, die sie benötigten, um zu den Besten der Besten zu gehören. Aber was geschah als sie ihren Erfolg erreicht hatten? Sie schafften es erfolgreich zu bleiben.


Was haben sie anders gemacht als jene, die es nach oben schaffen und dann abstürzen? Sie haben sich auf ihrem Erfolg nicht ausgeruht. Sie haben weiter an sich gearbeitet und ihre Qualität noch weiter verbessert.

Wie komme ich heute auf dieses Thema? Gestern haben viele auf meiner Timeline eine Bemerkung gelesen, die von einem Manager handelte, der auf andere, in seinen Augen einfache Menschen, herabsah und dieses auch verbal zum Ausdruck brachte. In unserer heutigen Zeit erledigen viele Menschen, und ich denke auch viele Manager ihre Aufgaben, weil sie sie als Pflicht erachten. Sie erledigen ihre Dinge gut und in gewisser Form auch erfolgreich, aber sie brennen nicht für ihre Aufgabe und werden aus diesem Grund niemals ein bewundernswertes Ergebnis erzielen. Aber es gibt auch die anderen. Diese kommen oft zum Einsatz, wenn das Unternehmen in Schieflage gerade ist. Sie gehen in die Werkshallen, suchen das Gespräch mit dem Arbeiter, dem "einfachen" Menschen, um zu erfahren wo der Schuh drückt, um zu erfahren was der Kunde, der das Produkt kaufen soll, verlangt, wo der Kunde Schwächen entdeckt hat, etc. Diese Manager hören den Menschen in ihrem Werk zu, sie suchen nach Stärken und Schwächen in ihrer Produktkette, sie hören sich die Nöte ihre Mitarbeiter zu, um entsprechend reagieren zu können. Sie brennen für ihre Aufgabe. Sie leben nicht nur in der Welt der Zahlen, sie thronen nicht auf ihrem Stuhl, sondern wollen das Produkt bzw. die Produkte, die sie herstellen kennen und verstehen. Diese dynamischen Manager, die den Kontakt zu den Mitarbeiter und Kunden behalten, sind in der Regel auf lange Sicht die Erfolgreicheren, weil sie nicht abheben, sondern immer an sich und ihrem Produkt weiterfeilen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:37 Uhr