16 | 07 | 2018
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Geschrieben von: Gudrun Smith   
Sonntag, den 19. Januar 2014 um 22:45 Uhr

Diagnostik

Der Mensch bzw. Menschen, z. B. Gruppen, Familien oder Paare stehen mit ihrem Verhalten und Erleben unter Beachtung situativer Faktoren im Mittelpunkt der Diagnostik. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich nicht zwangsmäßig um eine Persönlichkeitseigenschaft handelt. Zum Bespiel kann sozialer Rückzug auf traumatische Erlebnisse zurückgeführt werden, und muss nicht mit einer Persönlichkeitseigenschaft in Zusammenhang stehen.

Die Aufgabe der Diagnostik ist das Sammeln, Beschrieben, Klassifizieren und Verwerten von Informationen. Zu Beginn der diagnositischen Tätigkeit steht eine Fragestellung und nach der Erhebung und Interpretation von Informationen endet diese mit der Beantwortung der Fragestellung, z. B. in einem Gutachten. Diagnostik wird niemals um ihrer selbst durchgeführt, d.h. einen Test durchzuführen ist noch keine Diagnostik. Basis ist immer eine Fragestellung.

 

Dynamisch-interaktives Paradigma

Das Paradigma beschäftigt sich mit der langfristigen Persönlichkeitsentwicklung und beinhaltet den Einfluss der Persönlichkeit auf seine Umwelt.

Der gegenseitige Einfluss der Umwelt auf die Person und der Einfluss der Peron auf seine Umwelt wird in dem Begriff "interaktionistisch" dargestellt. Im Zusatz "dynamisch" wird die Wechselwirkung über die Zeit definiert.

Zum Beispiel geht man heute, im Gegensatz zum Behaviorismus, der die Person als passives Objekt verstand, davon aus, dass der Erziehungsprozess nicht nur im Einfluss der Eltern steht, sindern das Kind genauso das Verhalten der Eltern in der Erziehung beeinflusst.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:39 Uhr