15 | 10 | 2018
Wohlbefinden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gudrun Smith   
Mittwoch, den 18. Dezember 2013 um 19:30 Uhr

Woran machen Sie Ihr Wohlbefinden aus? An sich selber oder an anderen Menschen?

Wohlbefinden ist eine sehr subjektive Eigenschaft, die nur in geringem Maße von äußeren Umweltbedingungen abhängt. Daher wird es auch persönliches Wohlbefinden genannt.

Oft glauben wir unser Wohlbefinden hinge vom Verhalten unserer Mitmenschen ab (Partner, Eltern, Kollegen, etc.). Wir kennen es alle, wenn jemand sagt, dass wir einen Fehler gemacht haben. Danach fühlen uns meist schlecht und haben vielleicht auch Angst vor den Konsequenzen. Doch entscheidend ist nicht was der andere tut oder nicht, entscheidend ist wie Sie darauf re-agieren, mit welchen Gedanken und Worten oder Handlungen.

Reagieren Sie mit Anklage, Verurteilung, Angriff oder Verteidigung? Geben Sie sich selbst die Schuld für den Fehler oder fühlen Sie sich gekränkt, kritisiert und herabgesetzt? Dann betrachten Sie sich als "Opfer". Beobachten Sie beim nächsten Mal Ihre inneren Gedanken und Reaktionen und schreiben Sie sich diese auf. Als nächstes fragen Sie sich, ob dieser Gedanke wirklich wahr ist, denn häufig werden Sie feststellen, dass der Gedanke maßlos übertrieben ist, dass er nicht der Realität entspricht und die Konsequenzen, die sich in dem Moment befürchten, gar nicht eintreffen werden. Schreiben Sie weiter Ihre Gefühle, die sie empfinden auf, z.B. Ärger, Wut, Ohnmacht.

Warum eigentlich lassen wir es zu, dass andere unser Wohlbefinden schwächen, obwohl wir wissen, was ein anderer sagt oder tut, hat keine Macht über Sie, wenn Sie diese nicht zulassen, um sich selbst zu verletzen.

Wohlbefinden ist die subjektive Eigenschaft unserer psychischen Gesundheit. Daher ist es wichtig, dass wir dafür sorgen diese soweit es geht im Gleichgewicht zu halten. Das schaffen wir, wenn wir folgende Punkte beachten:

  • Selbstakzeptanz
  • Kontrolle über die Umwelt
  • sinnerfülltes Leben
  • persönliches Wachstum
  • positive soziale Beziehungen und
  • Autonomie

In unserem Beispiel haben wir uns selbst nicht akzeptiert und haben es stattdessen zugelassen, dass uns jemand anderes verletzt. Wie wollen Sie das nächste Mal verhindern, dass eine andere Person erneut Ihr Wohlbefinden angreift? Auf dem Blatt, auf dem Sie bereits Ihre Gedanken und Gefühle aufgeschrieben haben, könnten sie noch zwei weitere Spalten ergänzen und die neuen Gedanken, die Sie sich beim nächsten Mal, nach einem Gedankenstopp, machen wollen, aufschreiben. Nach der Erfahrung, denn eine Spalte ist ja jetzt noch leer, könnten Sie Ihre neuen Gefühle aufschreiben. Wenn Sie das üben, werden Sie feststellen, dass Ihr Wohlbefinden in einer solchen Situation nicht mehr soweit absackt und Sie persönlich daran wachsen.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:37 Uhr