23 | 05 | 2018
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Geschrieben von: Gudrun Smith   
Mittwoch, den 27. November 2013 um 16:59 Uhr

Selbstbild:

Das Selbstbild bezeichnet die Vorstellung, die jemand von sich selbst und von seiner Person hat. Dieses ist durch Erlebnisse und Erfahrungen geformt. Jeder Fehler, jede Verletzung, Niederlage, aber auch jeder Erfolg formen tagtäglich unser Selbstbild.

Es kann zwischen dynamischem und statischem Selbstbild unterschieden werden. Beim statischen Selbstbild fühlt sich der Mensch abgelehnt, als Versager oder zum Beispiel als der letzte Idiot. Diese sind häufig pessimistisch und trauen sich wenig zu, da sie nicht an ihre Fähigkeiten und Qualitäten glauben. Menschen mit dynamischem Selbstbild hingegen nehmen unglückliche Situationen, um daraus ihr Verhalten zu verändern und der neuen Situation anzupassen. Sie nehmen eine Niederlage als Herausforderung an, um diese mit verändertem Verhalten positiv zu beeinflussen, z.B. Zwei Schüler erhalten für ihre Leistung eine 3-. Die Schülerin mit statischem Selbstbild, beginnt die Situation zu meiden, weil sie meint, ihre Anstrengungen lohnen sich nicht und es gibt keine Chance das gesetzte Ziel zu erreichen. Auf gut deutsch: Sie gibt auf. Die Schülerin mit dem dynamischen Selbstbild ist selbstverständlich auch bitter enttäuscht über die Note, doch sie beschließt, dass sie sich sich noch mehr anstrengen muss oder versteht die 3- als Warnsignal, dass sie sich jetzt auf den Hosenboden setzten muss und vorher einfach zu faul war.

Stress:

Stress ist ein zeitlich, gefühlsmäßiger belastender Zustand, der durch eine Situation bzw. eine Anforderung ausgelöst wird, die als bedrohlich empfunden wird, und über die die Person keine Kontrolle hat. Stress kann psychologische wie physiologische Störungen hervorrufen.

Eines der bekanntesten Stressmodelle ist das Transaktive Stressmodell von Lazarus. Dabei geht es darum, dass der Gestresste seine persönliche Situation neu bewertet. Stress kann durch persönliche Einstellungen und Erfahrungen beeinflusst werden.

Da heute häufig Stress durch das Arbeitsleben verursacht wird, hat Karasek ein Stressmodell, das sich mit der Arbeitssituation beschäftigt entwickelt, das Job-Demand-Control-Modell. Er geht davon aus, dass Stress vor allem dann entsteht, wenn die Arbeitsanforderungen sehr hoch sind und die Entscheidungsspielräume sehr gering.


Stressmanagement:

Bei Stressmanagement handelt es sich um einen Sammelbegriff, der Methoden um psychischen Stress zu reduzieren oder abzubauen, zusammenfasst.

Diese Methoden können auf dem Weg zu einer resilienten Persönlichkeit hilfreich sein. Mit Hilfe der Methoden werden Selbstheilungskräfte aktiviert, die der Person helfen mit äußeren Belastungen fertig zu werden, die Leistungsfähigkeit und der Gesundheit zu erhalten.

Dabei können nach Gössel (2009, S 434) drei Hauptwege und Ziele betrachtet werden:

1. Instrumentelles Stressmanagement: Es setzt an den Ressourcen an mit dem Ziel, diese zu reduzieren oder ganz auszuschalten, z.B. durch Umorganisieren des Arbeitsplatzes, durch Veränderung von Arbeitsabläufen, durch die Organisation von Hilfe, etc.

2. Kognitives Stressmanagement: Es zielt auf die Änderung der eigenen Merkmale in Form von persönlichen Motiven, Einstellungen und Bewertungen.

3. Regeneratives Stressmanagement: Dabei steht die Regulierung und Kontrolle der physiologischen und psychologischen Stressreaktionen im Vordergrund.

Praktisch werden häufig Einstellungsänderungen, Umstellung der Ernährung und Entspannungs- wie Achtsamkeitsübungen angewandt.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:39 Uhr