15 | 08 | 2018
Glaubenssätze PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gudrun Smith   
Montag, den 27. Mai 2013 um 10:01 Uhr

In welchen Glaubenssätzen erkennen Sie sich wieder?

Sei perfekt.

Sei stark.
Beeil Dich.
Probier härter.
Mach es allen recht.

Diese fünf Glaubenssätze sind die Hauptstresstrigger. Hinter diesen Triggern stehen Glaubenssätze, die Sie bereits als Kind lernten.

Schauen wir uns doch die Glaubenssätze genauer an:

Sei perfekt
Was verbinden Sie mit diesem Glaubenssatz? Wurde Perfektionismus in Ihrem Elternhaus verlangt? Mussten Sie immer gute Noten nach Hause bringen? Was passierte, wenn Sie bei Ihrem Hobby nicht erfolgreich waren, wenn zum Beispiel Ihre Leistung beim Fußballspiel nicht herausragend war? Wie ist das heute?

Sei stark
Wenn Sie eine Erkaltung hatten, durften Sie sich mal eine Pause gönnen? Gönnen Sie sich heute Pausen oder belohnen Sie sich für eine gute Leistung/Tat? Kennen Sie es, dass Sie Angst haben und einer Situation ausweichen wollen, sich aber zwingen und hindurchgehen?

Beeil Dich
"Mensch Kind, nu mach doch mal hin." Wurde das häufiger zu Ihnen als Kind gesagt? Waren Sie ein verträumtes Kind?

Probier härter
Sollten Sie als Kind härter probieren, wenn etwas nicht so gut gelungen war? Oder haben Ihre Eltern gesagt: "Beim nächsten Mail strengst Du Dich mehr an, wenn eine Schulnote keine eins wurde?

Mach es allen Recht
Wurde von Ihnen verlangt, dass Sie es allen Recht machen und sich selber zurücknehmen? Wurden sie gebeten auf Ihre Geschwister aufzupassen, wenn Sie eigentlich mit Ihren Freunden spielen wollten? Wie ist es heute? Setzen Sie Grenzen oder sagen Sie nein? Haben Sie das Gefühl, dass Sie häufiger Nein-Sagen sollten?

Die Glaubenssätze, die Sie als Kind lernten, beeinflussen Sie noch heute. Es stellt sich die Frage, ob die Glaubenssätze heute noch einen Nutzen haben oder Sie daran hintern, glücklich zu sein. Stress kann durch Glaubenssätze, die wir in der Kindheit gelernt haben, aber heute nicht mehr angemessen sind, ausgelöst werden.

Stellen Sie sich vor, Ihr Cheft legt Ihnen einen Zettel, mit der Bitte eine umfangreiche Aufgabe für ihn zu erledigen auf den Tisch. Nachdem Sie aus der Mittagspause kommen, finden Sie den Zettel. Wie gehen Sie damit um, wenn Sie bereits den Schreibtisch voll Arbeit haben und andere große Projekte in der Pipeline stehen? Wollen Sie es Ihrem Chef recht machen? Oder denken Sie, Sie sollten noch härter probieren? Merken Sie bereits den Druck? Sind Sie mit der Situation vertraut? Ich rate Ihnen, atmen Sie erst einmal tief durch und dann überlegen Sie sich die nächsten Schritte, deren da viele sein können. Vielleicht erst einmal die Aufgaben neu nach Prioritäten sortieren. Dann, wenn Sie sehen, dass es zu viele Aufgaben sind, überlegen, ob Sie nicht die ein oder andere an einen Kollegen (der besseren Lesbarkeit, verwende ich im Blog nur die männliche Form) abgeben können und wenn das nicht hilft, würde ich das Gespräch mit dem Chef suchen. Gemeinsam können Sie schauen, welche Aufgaben Sie abgeben könnten oder ob jemand anderes für Sie die Aufgabe, die er Ihnen gegeben hat, erledigen kann.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:37 Uhr