15 | 10 | 2018
Entscheidungen treffen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gudrun Smith   
Dienstag, den 14. Mai 2013 um 12:50 Uhr

Stress, das Wort ist in aller Munde. Doch was löst ihn aus? Die Situation, in der der Gestresste (der flüssigeren Lesbarkeit wegen, verwende ich nur die männliche Form) lebt, passt nicht zu seiner Persönlichkeit. Der Betreffende bemerkt oft erst recht spät, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Er stellt sich vielleicht die Frage, warum er so oft erkältet ist, warum er sich oft so kraftlos fühlt oder warum er zu allem keine Lust hat. Diese Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Entscheidung treffen können wie sie aus ihrer Situation herauskommen, dennoch weiß die Person im Inneren sehr genau was für sie gut wäre.

Doch ist es dann vielleicht schon fast zu spät, weil der Betroffene nicht mehr die Kraft hat eine Entscheidung zu treffen oder die Entscheidung umzusetzen. Im Gegensatz kennen resiliente Menschen auch das Gefühl der Ohnmacht, dennoch haben sie gelernt in dieser nicht zu verharren, sondern nach einer Bedenkzeit eine Entscheidung zu treffen und diese konsequent umzusetzen. Resiliente Menschen verweilen nicht in der Ohnmachtssituation, sie verstehen es das Leben zu genießen, das heißt, neben Arbeit eben auch Freizeit, genügend Schlaf, Sport uvm. Sie führen ein ausgeglichenes Leben.

Wie lösten Sie in der Vergangenheit solche Situationen? Wie lange haben Sie mit Ihrer Entscheidung gewartet? Hier spreche ich nicht von außergewöhnlichen Situationen, sondern von ganz alltäglichen Themen. Dabei geht es zum Beispiel um die Zeiteinteilung für Termine oder die Entscheidung den Job zu wechseln uvm. Für diese gestressten Menschen, die oft bereits einen Tunnelblick entworfen haben, ist es sehr schwer aus dieser Situation alleine herauszukommen und dieser Weg wird mit und ohne Begleitung ein langer werden, da neben neuen Denkmustern auch neue Verhaltensweisen erlernt werden müssen.

Wenn Sie sich hierin wiedererkennen, sollten Sie Ihren Lebensstil verändern. Dies kann dadurch geschehen, dass Sie sich mit dem Thema Stress und Resilienz auseinandersetzen oder sich für eine Coaching entscheiden und diesen Weg in Begleitung gehen. Ein Coachingprozess ist eine Begleitung im Verständnis "Hilfe zur Selbsthilfe". Dabei geht es nicht darum Sie zu beraten, sondern die Ressourcen, die in Ihnen stecken, um ein Problem zu lösen, zu aktivieren. Dabei kann es unter Umständen hilfreich sein, zuerst einmal die Lebenssäulen anzusehen und diese zu stärken, bevor an der Lösung des eigentlich Problems gearbeitet wird. Coaching ist nicht zu verwechseln mit Psychotherapie, denn zum einen finden sie Sitzungen nicht wöchtlich statt, sondern höchtens ein bis zwei Mal im Monat und zum anderen trifft der Coach keine Diagnose, sondern Sie entscheiden was im Coaching und in den einzelnen Sitzungen bearbeitet wird.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:38 Uhr