26 | 04 | 2018
Kieselsteine PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gudrun Smith   
Montag, den 19. Dezember 2011 um 13:59 Uhr

Eine Anekdote zur Zeitplanung

In der Kommunikation werden häufig die visuellen Darstellungen in den Vordergrund gestellt. Doch die moderne Kommunikationsforschung hat herausgefunden, dass das Erzählen von Anekdoten sehr effizient ist, da es die höchste Speicher- und Strukturierungswirkung hat.

Ein bekannter Vortragsredner wurde eingeladen vor hochrangigen Managern eine Kurzreferat über sinnvolle Zeitplanung zu halten.

Er zog einen durchichtigen Behälter unter seinem Pult hervor und stellte ihn vorsichtig vor sich hin. Dann holte er etwa ein Dutzend faustgroße Kieselsteine hervor und legte sie sorgfältig in den großen Behälter. Als dieser bis an den Rand voll war und keine weiterer Kieselstein mehr darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte seine Zuhörer: "Ist der Krug voll?" - Und alle antworteten: "Ja."

Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit Kies gefüllten Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Kieselsteine und schüttelte den Krug dann etwas. Der Kies verteilte sich zwichen den großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Kruges. Der Vortragende blickte erneut auf und fragte sein Publikum: "Ist dieser Krug voll?" Dieses Mal begannen seine schlauen Zuhörer die Darbietung zu verstehen. Einer von ihnen antwortete: "Wahrscheinlich nicht." "Gut", antwortete der Referent. Er verschwand wieder unter seinem Pult und holte diesmal einen Eimer Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies aus. Wieder fragte er: "Ist das Gefäß jetzt voll?"
Nach einer kurzen Pause antwortete wieder einer der Zuhörer: "Nein." "Richtig", sagte der Vortragende. Und als hätte sein Publikum nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand, und füllte den Krug bis an den Rand. Dnn blickte er auf und fragte: "Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?"

Der Mutigste unter den Zuschauern - gescheit und schnell - dachte an das Thema des Kurzreferates und antwortete: "Daraus lernen wir, dass selbst wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon bis zum Rand voll ist wir immer noch einen Termin einschieben können." "Nein", antwortete der Vortragende, "darum geht es mir nicht. Was wir wirklich aus diesem Experiment lernen können, ist Folgendes: Wenn man die großen Kiesselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später niemals hineinpasssen."

Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der Vortragende recht hatte. Dann fragte er: "Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine: Eure Gesundheit, eure Familie, eure Freunde, die Realisierung eurer Träume, das zu tun, was euch Spaß macht, dazu lernen, eine Sache verteidigen, Entspannung, sich Zeit nehmen oder etwas ganz anderes?

Wirklich wichtig ist, dass man die großen Kieselsteine in seinem Leben an die erste Stelle setzt. Wenn nicht, läuft man Gefahr sein Leben nicht zu meistern. Wenn man zuallererst auf Kleinigkeiten achtet, den Kies, den Sand, verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr genug Zeit für die wichtigen Dinge. Deshalb vergesst nicht, euch die Frage zu stellen - was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben? Dann legt diese zuerst in den Krug."

Ich wünsche Ihnen mit dieser Geschichte viele nachdenkliche Momente, die vielleicht auch zu einer Neuorientierung in Ihrem Leben führen mögen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Dezember 2016 um 13:38 Uhr