| Fachärztin/-arzt Frauenheilkunde und Geburtshilfe |
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| Written by Gudrun Smith |
| Saturday, 15 May 2010 17:44 |
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Als Fachärztin/Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (im Weiteren werde ich der besseren Lesbarkeit wegen die männliche Form verwenden) dreht sich alles um die Präventation, die Diagnose und die Behandlung geschlechtsspezifischer Gesundheitsstörungen. Desweiteren stehen Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bei Schwangerschaft, Geburten und Wochenbettverläufen bei. Aufgaben Wenn ein Mädchen zur Frau reift, geht die Mutter mit ihrer Tochter zum Frauenarzt. Dieser stellt die Verhüntungmöglichkeiten, da sei die Pille, ebenso der Intrauterinpessar (Spirale) genannt, vor und nach der Entscheidung des Verhütungsmittels wird er die junge Frau untersuchen, da Vorsorge besser als Nachsorge ist. Damit sind wir auch schon mitten bei den Aufgaben eines Facharztes für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Neben der Verhütung, nimmt die Diagnose einen großen Raum in der Arbeit eines Arztes ein. Dabei fragt der Arzt immer zuerst die Anamnese ab, um herauszufinden, ob die Beschwerden im Zusammenhang mit einer vorherigen Krankheit stehen. Nach der Anamnese veranlasst der Arzt die nötigen Untersuchungen, zum Beispiel Ultraschall für die Aufspüren von Zysten an den Eierstöcken oder er nimmt eine Probe des Schleims, um diese im Labor auf Pilze untersuchen zu lassen. Daneben wird der Arzt auch immer die Brust der Patientin abtasten, um herauszufinden, ob dort pathologische Veränderungen vorliegen. Während der Memophase werden häufig Hormone verschrieben, damit die Schweißausbrüche nicht zu heftig ausfallen. Vielleicht weist der Arzt auch auf Crémes und Bäder hin, die in dieser Situation helfen. Auch Operationen gehören zu den Aufgaben eines Facharztes für Frauenheilkunde. Da sind neben den bekannten Brustkrebsoperationen die diagnostischen Ausschabungen zu erwähnen sowie die Sterilisation und die Totaloperation bei der die Eierstöcke komplett entfernt werden. Dabei stimmen sich die Fachärzte für Frauenheilkunde mit ihren Kollegen ab. Im Vorfeld werden von Fachärzten Röntgenaufnahmen oder Kernspinntomographien gemacht und der Anesthesist sorgt für die Betäubung bei Operationen. Verschiebene Medikamente holt sich die Patientin bei der Apotheke ab. Besonderes Interesse hat sicher das Gebiet der Geburtshilfe, denn immer wenn ein Kind gesund und muter zu Welt kommt, ist es für jeden Arzt eine Freude. Doch die Arbeit des Facharztes beginnt viel früher. Er führt während der Schwangerschaft regelmäßig Untersuchungen wie das Messen der Größe, das Abhören der Herzfrequenz, etc. durch. Vor der Geburt beobachtet er die Wehen und die Bewegungen des Kindes per Ultraschall und anderer Geräte und ist bei kristischen Phase der Entbildung im Kreißsaal, um bei Bedarf medizinische Entscheidungen zu treffen und die notwendigen Eingriffe vorzunehmen. Vor der Geburt entscheidet der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ob das Kind natürlich oder per Kaiserschnitt zu Welt kommt. Fällt die Entscheidung auf den Kaiserschnitt, führt er diese durch. Auch die Beratung gewinnt in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung, da kinderlose Ehepaare heutzutage andere Möglichkeiten in Betracht ziehen können als noch vor 30 Jahren. Daher beschäftigen sich Frauenärzte heute auch mit der Reproduktionsmedizin und der In-Vitro-Fertilisation. Aus- und Weiterbildung Die Ausbildung beginnt mit dem allgemeinen Medizinstudium auf dem die Facharztausbildung aufgesetzt wird. Die Facharztausbildung dauert fünf Jahre und kann durch eine dreijährige Weiterbildung erweitert werden. Während der 60 Monate Facharztweiterbildung können sechs Monate in einem anderen Gebiet angerechnet werden, müssen bis zu 12 Monaten in Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes Frauenheilkunde und Geburtshilfe abgeleistet werden und bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich. Zudem ist eine 80 stündige Kursweiterbildung zu absolvieren. Wird auf die Facharztweiterbildung die dreijährige Schwerpunktweiterbildung aufgesetzt, kann zwischen der Gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, in der Gynäkologischen Onkologie oder in der speziellen Geburtshilfe und Perinatalmedizin gewählt werden. Arbeitszeiten Da Kinder in der Regel nicht planmäßig kommen, braucht es viel Flexibilität bei den Arbeitszeiten. Vorallem für Fachärzte die mit eigener Praxis arbeiten, steht neben der tägliche Arbeit, die stets unterbrochen werden kann, die Verwaltungsarbeit an. Dieses kann die eigene Familie des Arztes besonders belasten. Für Ärzte, die in einem Krankenhaus arbeiten, gestaltet sich die Arbeit in diesem Fall zwar aufgrund der Schichtarbeit unruhig, aber dennoch werden die Zeiten vorher geplant. In beiden Fällen ruht natürlich weder an Wochenenden noch an Feiertagen die Arbeit. Daher wird die Arbeit als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sehr anstrengend sein und manchesmal an die Belastungsgrenze gehen. |
| Last Updated on Thursday, 02 September 2010 20:34 |




