| Irrationale Gedanken |
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| Written by Gudrun Smith |
| Monday, 28 September 2009 20:00 |
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Sie haben eine interessante Stellenanzeige gefunden und überlegen ob sie eine Bewerbung abzuschicken. Welche Gedanken strömen nun durch ihren Kopf? Zweifel? Wir haben aus Erfahrungen gelernt, dass Dinge, die auf den ersten Blick gut aussehen auf den zweiten Blick Zweifel auslösen. Hat es überhaupt einen Sinn, dass ich mich dort bewerbe? Gibt es nicht Bewerber die bessere Voraussetzungen mitbringen? Bin ich dafür wirklich geeignet? Die anderen sind besser, da brauche ich mich gar nicht bewerben. Viele Erfahrungen werden aktiviert. Je länger jemand nicht mehr am Arbeitsprozess teilhat, je größer sind die Zweifel am Erfolg einer Bewerbung. Die Erfahrungen, viele Bewerbungen geschrieben zu haben und vielleicht kein Vorstellungsgespräch erhalten zu haben, führt zu Überzeugungen und Bewertungen, die häufig nicht der Realität entsprechen. Am Schlimmsten ist es, wenn dann die Konsequenz gezogen wird, darauf brauche ich mich gar nicht zu bewerben oder: Es ist doch egal ob ich mich bemühe, Erfolg habe ich sowieso nicht. Vielleicht wissen Sie um die Selbstprophezeihung. Wenn Sie nicht an den Erfolg Ihrer Bewerbung glauben, wer soll es dann? Würde ich mit meiner Beschreibung nun stoppen, hätten Sie Ihre Konsequenzen gezogen und die Bewerbung wäre vielleicht nie verschickt worden. Doch vielleicht können sie die Einstellung auch ändern, denn die irrationalen Gedanken, könnten in einem Coaching erschüttert werden und vielleicht überwunden werden. Dafür ist es wichtig die Gedanken, die ihnen durch den Kopf gehen, zu erfassen und zu überlegen welche Gedanken in dieser Situation realistisch sind. Heutzutage ist es nichts besonders viele Bewerbungen ohne Erfolg zu schreiben. Daher ist es sicher nicht damit getan, die irrationalen Gedanken alleine zu bearbeiten, doch stellt sich die Frage, wie kann die Bewerbungsstrategie so verändert werden, dass ihre irrationalen Gedanken in positive, realistische umwandelt werden und sie neue Hoffnung schöpfen. Gedanken bzw. Gewohnheiten zu verändern ist nicht einfach, aber es ist wichtig, dass bereits gefestigte Schemata aufgebrochen und neue entwickelt werden. Bereits im Anschreiben kann ein geschulter Personaler erkennen, wen er vor sich hat. Die Art wie das Anschreiben forumliert wurde, z.B. ob es Standardsätze aus Bewerbungsmusterbüchern enthält, wie hoch die Quote negativ besetzter Worte im Text ist, ob viele kurze, einfache Sätze verwendet werden oder ob Schachtelsätze enthalten sind, verraten viel über den Schreiber des Textes. Ist die Bewerbung verschickt worden, weil sie sich bewerben müssen oder steckt in den Formulierungen aktives Handeln? Liegen irrationale Gedanken vor, wird sich das auch in der Vorbereitung auf die Bewerbung zeigen. Wenn ich davon ausgehe, dass ich die Stelle sowieso nicht bekomme, investiere ich weniger Energie in die Informationssuche als wenn ich die Stelle umbedingt haben möchte und alles daran setze mich bestmöglich vorzubereiten. Mit welcher Einstellung starte ich meine Bemühungen um die Stelle zu erhalten? Viele Bewerber haben irrationale Gedanken, wenn sie lange Zeit Bewerbungen ohne Erfolg schreiben. Dies bleibt nicht aus. Daher ist es wichtig an diesen Gedanken zu arbeiten und neue Wege aufzuzeigen. Egal wie Ihre Erfahrungen bisher waren, Sie können sie ändern. Doch dazu gehört der Wille sich verändern zu wollen und Mut seine Einstellungen zu überprüfen und zu bearbeiten. Die Lösung liegt immer in ihnen. Der Coach ist ihr Assistent ihre Lösung zu finden. Ich bin fest davon überzeugt, wenn sie an Ihren irrationalen Gedanken arbeiten, dass sich neuer Erfolg bei Ihren Bewerbungen einstellt. Listen Sie doch einfach mal die positiven und negativen Argumente auf, warum Sie die Bewerbung schreiben sollten. Dann formulieren Sie die positiven Argumente in "ich"-Sätze, z.B. "Wenn ich arbeite, weiß ich, dass ich gebraucht werde." "Ich habe dann mehr Geld zu Verfügung." "Ich kann dann häufiger meine Mutter/Vater/Familie besuchen.", etc. Wie fühlen Sie sich nach diesen Sätzen? Wenn Sie jetzt ein Anschreiben formulieren, denken Sie nicht, dass Sie es viel positiver schreiben, da Sie bereits eine Liste positiver Auswirkungen formuliert haben, die eintreten könnten. Arbeiten Sie an Ihren irrationalen Gedanken und ich bin davon überzeugt, dass Ihre Bewerbungen an Qualität gewinnen. Gehen sie davon aus, dass irrationale Gedanken auch das Vorstellungsgespräch beeinflussen. Bereits der erste Eindruck gibt Aufschluss über das Selbstbewusstsein. Dieses sinkt, so ihre irrationalen Gedanken negativ sind. Gute Personaler erkennen an der Art des Sprechens, der Mimik und Gestik sehr schnell wer ihr Gegenüber ist. |
| Last Updated on Thursday, 02 September 2010 20:42 |




