| Facharzt/-ärztin Allgemeine Chirurgie |
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| Written by Gudrun Smith |
| Friday, 24 July 2009 16:03 |
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Früher wurden Chirurgen (der flüssigeren Lesbarkeit wegen verwende ich die männliche Form) häufig als Metzger bezeichnet. Heute ist der Beruf des Chirurgen sehr viel umfassender und umfasst neben der Behandlung von chirurgischen Erkrankungen und Verletzungen auch die Diagnose dieser. Die Chirurgie kommt nicht nur bei Unfällen zum Einsatz. Aufgaben und Tätigkeiten Chirurgen arbeiten heute vielfach spezialisiert. Während früher ein Chirurg neben einer Blinddarmoperation auch Handoperationen vornahm, wird ein Chirurg, der im Krankenhaus arbeitet häufig sich auf ein Gebiet der Chirurgie spezialisieren. Grundsätzlich kann zwischen Visceral-, Gefäß-, Thorax- und Unfallchirurgie unterschieden werden. Viele junger Studenten, die mit dem Studium beginnen träumen davon später mal als Unfallchirurg zu arbeiten. Unter der Arbeit eines Unfallchirurgen können sich viele Menschen etwas vorstellen, da er Verletzungen und deren Folgezustände, die durch Unfallereignisse hervorgerufen wurden, bearbeitet. Da Thorax lateinisch für Brust ist, behandelt ein aufThoraxchirurgie spezialisierter Chirurg die Erkrankungen und Fehlbildungen von Lunge, Brust- oder Rippenfelll, Bronchialsystem, Mediastinum und Thoraxwand. Die Arbeit eines Gefäßchirurgen umfasst alles was mit dem Gefäßsystem zusammenhängt. Unbekannter ist sicherlich die Visceralchirurgie. Dieses Fachgebiet beschäftigt sich mit Operationen rund um die inneren Organe. Wie schwer diese Arbeit ist, zeigt, dass auch heute noch Menschen an inneren Blutungen sterben. Wenn ein Patient mit Magenschmerzen zum Arzt geht, sollte der Arzt auch die Option einschließen, dass die Scherzen von einem entzündeten Blinddarm herrühren könnten. Sollte der Arzt diese Möglichkeit nicht ausschließen können, wird der Patient zum Spezialisten überwiesen und dies sollten in unserem Fall der Chirurg sein. Doch dieser operiert nicht ohne weitere tiefergehende Untersuchungen vorgenommen zu haben. Kommt er Schluss endlich zu der Entscheidung, dass operiert werden muss, wird er diese ausführen. Weitere Eingriffe die Fachärzte der Allgemeinen Chirurgie vornehmen können Eingriffe an Dünn- und Dickdarm, an der Gallenblase oder wie oben beschrieben am Blinddarm oder auch an Krampfadern sein. Bevor Chirurgen einen Menschen operieren, werden vielerlei Untersuchungen durchgeführt. Die Geräte dafür sind häufig sehr teuer und sind nur in Gemeinschaftspraxen zu finanzieren, z.B. Kernspinnthomographie. Immer häufiger werden während der Operationen Computer als bildgebendes Verfahren eingesetzt. In der Unfallchirurgie geht es häufig darum Sehnen zu nähen, Leisten- oder Knochenbrüche sowie Schrauben und Metallplatten einzufügen, damit die Sollbruchstelle am Bein stabilisiert wird. Nach einem bestimmten Zeitraum wird die Platte in der Regel wieder herausgenommen. Ein häufiges Behandlungsfeld der Chirurgen sind Operationen an Gliedmaßen, z.B. an der Hand oder am Knie. Bei Verletzungen des Meniskus führen Chirurgen Kniespiegelungen durch und bei komplizierteren Handbrüchen werden Fachärzte für Handchirurgie eingesetzt. Arbeitsorte der Chirurgen Chirurgen arbeiten häufig als angestellte Ärzte in Krankenhäusern. Doch ebenso können Ärzte auch selbständig in einer Praxis arbeiten und Belegbetten im Krankenhaus nutzen. Auch in Gesundheitszentren lassen sich Chirurgen nieder. Die Verknappung der Gelder der Krankenkassen wird sicher dazu führen, dass Operationen, die ambulant ausgeführt werden können noch stärker als bisher ambulant operiert werden. Daher werden in Zukunft weitere ambulante Gesundheitszentren entstehen, die sich die Kosten für teure Geräte unter den Ärzten teilen. Neben der fachlichen Arbeit nimmt die Bürokratie immer mehr Raum in der Arbeit eines Arztes ein. Gutachten zu erstellen ist sicher eine Aufgabe, die ein Arzt grundsätzlich gerne schreibt, da er mit dieser Arbeit noch Geld verdient. Hingegen ist die Dokumentation über den Verlauf von Behandlungen eher ein Übel, das erledigt werden muss und dem dennoch eine große bedeutsame Rolle zukommt, denn wenn ein Patient von verschiedenen Ärzten betreut wird, ist es wichtig, dass die Behandlungen aufeinander abgestimmt sind. Arbeitet der Chirurg im Krankenhaus, übernimmt er zudem Aufgaben der Stationsverwaltung, arbeitet er in einer eigenen Praxis oder Praxisgemeinschaft wie einem Gesundheitszentrum kommt die Praxisorganisation und -verwaltung hinzu. Auch die Ausbildung junger Ärzte beansprucht Zeit, die nicht zum fachlichen Arbeiten verwendet werden kann. Arbeitszeiten Egal ob sich ein Student für die Arbeit in einer eigenen Praxis oder im Krankenhaus entscheidet, er wird nie eine Fünftagewoche kennen. Im Krankenhaus wird Schichtdienst gefahren und mit einer eigenen Praxis wird er tornusmäßig an Wochenenden und im Notdienst tätig sein. Auch die Zahl der zu betreuenden Ärzte Studium Um den Beruf des Arztes zu erlernen, ist in der Regel das Abitur Voraussetzung. Danach heißt es studieren. Das Studium der Medizin wurde bisher in Deutschland noch nicht auf Bachelor und Master umgestellt, so dass es weiterhin heißt auf zum Vorphysikum und danach zum Physikum. Um als Chirurg arbeiten zu dürfen ist es notwendig hinterher noch den Facharzt zu erlangen. Wer glaubt nach der Facharztausbildung niemals mehr lernen zu müssen irrt. Ärzte müssen sich regelmäßig in ihren Fachgebieten weiterbilden und dieses auch nachweisen. Um das Abrechnungssystem der Krankenversicherung nutzen zu dürfen, benötigen Ärzte die Zulassung als Vertragsarzt, welche die Eintragung in ein Arztregister voraussetzt. Daher ist es nicht nur ein langer Weg Arzt zu werden, sondern es bedarf es auch lebenslanges Lernen, um seine Zulassung als Arzt zu behalten. |
| Last Updated on Thursday, 02 September 2010 20:25 |




