Home Blog (Deutsch) Ganzheitliche Karriereplanung
06 | 09 | 2010
Ganzheitliche Karriereplanung PDF Print E-mail
Written by Gudrun Smith   
Sunday, 05 July 2009 13:14

Wenn wir in einem Coaching oder eCoaching über Ihre Karriere nachdenken, so beinhaltet dieses sich zum einen Gedanken darüber zu machen, welche beruflichen Perspektiven offen stehen, aber es sollte auch die Retraospektive bzw.das Umfeld einschließen, da dieses uns maßgeblich prägt bzw. geprägt hat.

Wenn wir über Karriere nachdenken, sollten wir über das gesamte Leben einschließlich unseres Umfeldes nachdenken, denn wenn wir in das Berufsleben eintreten, haben wir bereits einige Jahre unseres Lebens in der Schule bzw. in der Ausbildung verbracht. Diese Zeit hat uns geprägt und uns einige Erfahrungen mit auf den Lebensweg gegeben. Die erste enge Bezug wurde zu unseren Eltern aufgebaut. Daher sind die Bindungen und das Gelernte von diesen am Stärksten in unserem Verhalten ausgeprägt.

Das bisherige Leben ist daher ein Kern unserer Karriereberatung. Jeder Mensch hat Schmemata seines Denken und Verhaltens entwickelt, die es ihm ermöglichen sein Leben erfolgreich zu bewältigen. Doch kommt es in unserem Leben immer wieder zu Brüchen, wo unsere gelernten Schemata an Grenzen stoßen und wir neue Wege suchen müssen. Das verunsichert.

Unser Umfeld

Die Schemata wurden in einem sozialen Umfeld gebildet. Der Kern dieses Umfeldes ist unser persönliches Wesen. Dieses ist der Kern unserer Persönlichkeit. Da wir nicht alleine auf dieser Erde leben, werden wir von unserem Umfeld beeinflußt, das Umfeld stellt seine Ansprüche an uns und formt uns, in dem gewisses Verhalten sozial akzeptiert wird und anderes nicht. Zu Beginn unseres Lebens werden wir von unserer Familie geformt. Sie bringt uns soziales Dürfen bei. Was dürfen wir, was dürfen wir nicht, lernen wir anfangs von unseren Eltern. Je älter wir werden, je mehr Menschen lernen wir kennen und je stärker müssen wir uns mit diesen Menschen auseinandersetzen. Dabei werden immer wieder unsere gelernten Schemata geschliffen. Wir lernen was in einer Situation möglich ist. Wir lernen uns in diesem Umfeld zu behaupten und uns zu integrieren. In diesem Zusammenhang lernen wir auch was situativ möglich ist. Wie werden wir in diesem Umfeld wahrgenommen? Stimmen Selbst- und Fremdbild überein?

Individuelles Können

Was ich in meinem sozialen Umfeld erreiche, wird von meinem individuellen Können begrenzt. Je flexibler die gelernten Schemata sind, je erfolgreicher kann ich diese einsetzen. Dabei geht es nicht darum mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, sondern wenn der Hauptzugang versperrt wird, gewinnt man durch den Nebeneingang Eintritt. Daher bin ich davon überzeugt, dass individuelles Können eine Kernessenz der Karriere ist.

Es gibt Studien, die belegen, dass hochintelligente Menschen nicht umbedingt die höchsten Gehälter haben und diese auch überhaupt nicht anstreben. Diese Menschen sind von Ihrer Idee überzeugt und diese erfüllt sie, so dass sie gar nicht das Ziel verfolgen mit aller Macht reich zu werden. Da gibt es den Manager, der gerne organisiert und der vielleicht auf diesen Technik begeisterten Mitarbeiter angewiesen ist, weil er ohne ihn sein Produkt gar nicht verkaufen kann. Dafür hat der Manager vielleicht auch noch jemanden eingestellt, der für ihn den Vertrieb übernimmt oder ergänzt, weil das Unternehmen bereits so groß ist, dass er die Aufgaben nicht mehr selber bewältigen kann. Ein nächster eintscheidet sich ein eigenes Unternehmen zu gründen, weil er von seiner Idee überzeugt ist und eine Nische entdeckt hat, die es ihm ermöglicht erfolgreich zu sein. Er nimmt das Risiko in Kauf zu scheitern, das vielleicht dem Manager fehlt. So haben sich viele verschiedene Persönlichkeiten entwickelt. Jeder dieser Menschen durchlebt Höhen und Tiefen die immer wieder eine erneute Anpassung an die veränderten Umfeldbedingungen notwendig machen. Dabei kommt es immer wieder zu Konfrontationen mit dem persönlichen Wesen, das die Veränderung bemerkt und dem individuellen Können meldet, hier ist eine Veränderung nötig; nun such mal nach einer Lösung.

Soziales Umfeld und gesellschaftliche Werte

Das Umfeld definiert die Werte. Viele Menschen suchen heute Arbeit und bekommen keine, da sie die Werte, die in der Wirtschaft bzw. im Unternehmen gesucht werden, nicht repräsentieren. Viele träumen immer noch von der lebenslangen Arbeitsstelle, die es in Arbeitswelt in Zukunft immer weniger geben wird. Die Mehrzahl der Erwerbstätigen wird keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen, sondern viel stärker als heute zeitlich begrenzt arbeiten und immer wieder Arbeit suchen. Das bedeutet eine Anpassung der Karriere wir nötig sein, um größtmöglichen Erfolg zu generieren.

Position definieren

Gerade befindet sich die Weltwirtschaft in einer solchen Krise, die aufgrund der Entlassungen vielen Menschen in eine persönliche Krise wirft. Für Deutsche ist häufig die Sicherheit des Arbeitsplatzes ein zentrales Thema. Für viele Menschen, die in Kurzarbeit sind, stellt sich die Frage des danachs, wenn sich nicht in Kürze dauerhaft Aufträge vorhanden sind. Das bingt Unsicherheit und wird auch die Frage aufwerfen wie es weitergehen wird. Auch wenn die Unternehmer teilweise planen die Kernmitarbeiter, die sie in der Krise entlassen müssen nach der Krise wieder einzustellen, bin ich davon überzeugt, dass dieses für viele ehemalige Mitarbeiter ein Traum bleiben wird, weil die Unternehmen sich über Jahre nicht mehr so schnell erholen werden, dass die Belegschaft so stark aufgestockt wird wie vor der Entlassungswelle. Damit sind die Kontakte und auch das Umfeld für den Arbeitssuchenden weggebrochen, weil sich die Umfeldbedingungen geändert haben. Was sind die Kernkompetenzen mit denen jetzt der Neuanfang gelingt? Wo liegt für mich die berufliche Zukunft?

Welche Parallelen zeigen vorherige Krisen?

Wie bereits erwähnt hat jeder verschiedene Lebenskrisen bewältigt und daraus Bewältigungsstrategien entwickelt. Diese zu beleuchten kann bei der Bewältigung der veränderten Lebensituation helfen, denn die objektive Betrachtung der Situation zeigt neue Wege auf. Oft gelingt dieses nicht alleine, sondern bedarf neuer Anstöße von außen, um neue Perspektiven zu erarbeiten und den Mut zu gewinnen, diese zu gehen.

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden.
Wer entscheidet, findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher.
Wer sicher ist, kann überlegen.
Wer überlegt, kann verbessern.
(
Konfuzius)
Last Updated on Thursday, 02 September 2010 20:36