| Kompetenzvermittlung |
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| Written by Gudrun Smith |
| Saturday, 25 April 2009 09:28 |
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Lernen wir in unserer Gesellschaft häufig im Zusammenhang mit Fachwissen sammeln und konservieren verstanden. Doch hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor, wenn wir über lebenslanges Lernen nachdenken. In meinem Elternhaus hieß es, der Ernst des Lebens beginnt nach der Schule. Was ist lebenslanges Lernen? Lebenslanges Lernen beinhaltet auch immer auf dem neusten Stand des Fachwissens zu bleiben. Dies kann in naturwissenschaftlichen Bereichen sehr anstrengend sein, wenn die Beschleunigung des Wissens, wie wir sie in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten kennengelernt haben, weiter zunimmt. Lernen bedeutet aber mehr als Fachwissen in sich aufzunehmen und wiederzugeben. Was sind Kompetenzen? Viel Fachwissen wird in der Schule vermittelt. Doch immer mehr wird nicht nur Fachwissen benötigt, sondern Wissen wie gehe ich mit unsicheren Situationen so um, dass ich handlungsfähig bleibe. Daher beinhaltet Kompetenzen entwickeln mehr als nur Fachwissen weiterzugeben. Kompetenzen werden als Interiorisation von Regeln, Werten und Normen zu eigenen Emotionen und Motivationen verstanden. Das geschieht im geistigen und körperlichen Handeln, unter der Notwendigkeit, Widersprüche, Konflikte kreativ zu verarbeiten und zu neuen Emotionen und Motivationen zu gelangen, d.h. es geht nicht nur darum, Wissen im Kopf zu sammeln, sondern das Wissen zu Regeln, Werte und Normen, die in neuen Gegebenheiten angewandt werden, umzuwandeln. Kompetenz ist im Gegensatz zu Qualifikationen an das Subjekt gekoppelt. Das Subjekt ist das vorgegebene Ziel, das es zu erreichen gilt. Was heißt das für den Lernprozess? Früher wurde in der Schule vorallem Wissen vermittelt, indem der Lehrer den Lernenden mit Wissen füttert. In seiner Freizeit war der Schüler oder Student in einem Verein, in der Kirche, bei Freunden oder Verwandten und lernte sich in der Gesellschaft zu bewegen. Doch gab es wenige Situationen in denen der Betroffene in Situationen mit hoher Unsicherheit begab. Er kannte auch vielfach die Menschen mit denen er seine Geschäfte tätigte. Diese Situation verändert sich dramatisch. Das Internet beschleunigt diese Situation zusätzlich. Heute leben wir in einer vernetzten, globalen Welt. Immer mehr Menschen haben Internet. Ohne Internet ist es schon kaum noch möglich Arbeit zu finden oder sich zu bewerben, da immer häufiger der Schriftverkehr über das Internet stattfindet. Im Internet wird gechattet, es gibt viele Netzwerke privater und beruflicher Natur. Das Neuste Instrument ist Twittern. Hier können Messages, die die Länge einer SMS haben, versendet werden. In all diesen Netzwerken brauchen die Menschen nicht umbedingt ihr erlerntes Fachwissen, sondern Kompetenzen, die nichts mehr mit der traditionellen Art des Lernens zu tun haben. Beim Twittern geht es zum Beispiel vielen Teilnehmern einfach darum, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen ihren Kommentaren zu folgen. Unternehmen können Twitter als Marketinginstrument verwenden, in dem sie auf diese Weise ihren Bekanntheitsgrad steigern. Das Internet macht deutlich wie sich unsere Lern- und Arbeitswelt verändert hat. Wenn wir an die 80-iger Jahre denken, gab es kaum jemanden der sich jemals hat träumen lassen, dass wir einmal so eng um die Welt vernetzt sein werden. Diese Situation fordert das Fachwissen wie das Internet zu bedienen ist, doch nur mit dem Wissen wie dieses geht ist noch keine E-Mail geschrieben, ist noch kein Text auf einer Homepage oder kein Kontakt zu einem Kunden hergestellt. Daher braucht es mehr als nur das Wissen wie etwas funktioniert. In der Zwischenzeit ist das Internet ein Teil unseres Lebens geworden. Wir empfinden es komisch, wenn wir in Urlaub fahren und nicht täglich unsere E-Mails abrufen, wir vermissen die Bekannte mit denen wir sonst am Abend chatten, etc. Das Internet ist zu einer Art Wert, es motiviert uns zum Handeln und ruft Emotionen hervor. Wir haben eine neue Kompetenz erlernt, die wir vielleicht nicht im Kindesalter, sondern erst während des Berufslebens zu nutzen lernten. An diesem Beispiel wird sichtbar, dass Lernen in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts aus verschiedenen Komponenten zusammen gesetzt ist. Selten werden Menschen mit 15 Jahren ausgelernt haben und für den Rest ihres Lebens ein und dieselbe Tätigkeit ausführen. Die heutige Arbeitwelt ist komplex aufgebaut, vielfach vernetzt, immer stärker durch Unsicherheiten geprägt und wird ihre Dynamik nicht verlieren. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass die Kompetenzentwicklung in Zukunft immer stärker an Bedeutung gewinnen wird. Auch hier werden sich in Zukunft immer stärker Möglichkeiten über das Internet ergeben, da Lernen immer weniger mit Wissenvermittlung als mit Kompetenzvermittlung zu tun haben wird. Wir können den Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden (Galileo Galilei). Wir sind davon überzeugt, dass die Kompetenzentwicklung immer stärker über das Internet stattfinden wird und bieten Ihnen daher die Möglichkeit über SMITH-Academy Ihre Kompetenzen zu erweitern. |
| Last Updated on Thursday, 02 September 2010 20:21 |




