| Ergotherapeut/in |
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| Written by Gudrun Smith |
| Saturday, 04 April 2009 10:50 |
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Heute stelle ich Ihnen den Beruf der Ergotherapeut/in vor. Diesen Beruf können Sie entweder in Form einer dreijährigen Ausbildung erwerben oder an Fachhochschulen mit dem Abschluss eines Bachelors. Als Ergotherapeuten besteht Ihre Aufgabe darin menschen jeden Alters beim Durchführen alltäglicher Handlungen zu fördern. Ihre Aufgabe besteht darin Menschen deren motorische, kognitive, psychische und soziale Fähigkeiten zu trainieren. Zu den Aufgaben eines Egotherapeuten (im weiteren verwende ich die männliche Form, um die Leseflüssigkeit des Textes zu erleichtern) gehört das Fördern und Unterstützen der Menschen beim Durchführen alltäglicher Handlungen. Häufig sind diese Menschen in der Ausführung ihrer feinmotorischen Aufgaben eingeschränkt. Die Aufgabenstellungen sehen für Kinder anders aus als für Menschen mit Demenz, dennoch haben alle gemeinsam, dass sie Schwierigkeiten im Motorischen, Kognitiven bzw. Psychologischen aufweisen. Ein Ergotherapeut behandelt selten einen Menschen alleine. Häufig geschieht dies im Rahmen des ganzheitlichen Ansatzes, dass sich Aktivität positiv auf die körperliche wie geistige Gesundheit auswirkt. Ergotherapeuten stimmen sich bei ihren umfeldgerechten, handlungsorientierten Beschäftigungsmaßnahmen mit Ärzten und Physiotherapeuten ab. Arbeit an Kindern Die Kernaufgabe eines Ergotherapeuten im ganzheitlichen Ansatz besteht in der Förderung der Feinmotorik um die Selbständigkeit ihrer Patienten soweit möglich zu gewährleisten bzw. zu erreichen. Der Prozess einen Patienten soweit zu fördern, dass diesem wieder ein selbständiges Leben möglich ist, kann häufig viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Patienten können dabei jedes Alter haben. Wenn sich bei Kindern eine motorische Schwäche zeigt, d. h. die Kinder zum Beispiel beim basteln, malen oder eine Lernschwäche aufweisen, können diese Kinder bereits im Kindergartenalter von einem Ergotherapeut unterstützt werden. Bei Kindern werden häufig auch die Eltern mit in diesen Prozess eingebunden, da im Kreise der Familie dieser Prozess weitergeführt werden sollte, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Da es sich bei Kindern um eine Entwicklungsstörung handeln kann, zum Beispiel, dass das Gleichgewichtsempfinden beeinträchtigt ist, ist es besonders bei Kindern wichtig, dass diese Schwierigkeiten möglichst früh behandelt werden. Dabei werden von Ergotherapeuten häufig spielerische Bewegungsübungen eingesetzt, die gezielt mit Erfolgserlebnissen verbunden werden, da jeder Mensch das Verhalten, mit dem er erfolgreich ist, wiederholt. Je nach Beeinträchtigung arbeiten Ergotherapeuten mit Schumstoffklötzen, lassen Bilder ausmalen, oder puzzeln mit Kindern. Arbeit an Erwachsenen Ergotherapeuten sind häufig in Rehakliniken oder auch in Krankenhäusern tätig. So werden sie zum Beispiel bei Erwachsenen neben Psychologen bei Rehakliniken, die Unfallopfer betreuen oder bei Schlaganfallpatienten und vielem anderen Beeinträchtigungen eingesetzt. Die Arbeit mit dieser Patientengruppe kann sehr anstrengend sein, wenn ein ehrgeiziger Ergotherapeut nicht die Fortschritte erreicht, die er gerne sehen möchte. Bei erwachsenen Patienten wird häufig mit handwerklichen, gestalterischen oder musischen Aufgaben gearbeitet. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viel mit Musik erreicht werden kann. Musik kann Behinderte oder Schlaganfallpatieren, im Gegensatz zu unserer alltäglichen Sprache, berühren und zum Mitmachen bewegen, dass man manchmal nur staunt. Über Musik können auch fremde Sprachen leichter gelernt werden. Eine besondere Patientengruppe stellen in meinen Augen die dement Kranken dar, da in diesem Bereich die Fortschritte sicher oft sehr minimal sind. Aber auch hier sind manchmal erstaunliche Erfolge zu verzeichnen, da diese Menschen zwar unserer Welt nicht mehr direkt zugänglich sind, doch oft mehr mitbekommen als uns bewußt ist. So habe ich während meiner Jugend mal eine alte Dame über ca. ein Jahr besucht und bei einem Besuch zum Ende traf ich ihre Tochter. Das entsetzte Gesicht dieser Frau hätten sie mal sehen sollen. Auf einmal wurde dieser Frau klar, dass ihre Mutter Recht hatte, wenn sie von einem jungen Mädchen berichtete, dass sie regelmäßig besuchen kam. Ihre Tochter war immer davon ausgegangen, dass ihre Mutter in ihrem dementen Zustand phantasierte. Die Aufgabe eines Ergotherapeuten ist immer die Patienten soweit wie möglich fit zu machen, um den Patienten zu ermöglichen selbständig ihren Haushalt zu führen. Daher üben Ergotherapeuten mit ihren Patienten häufig das eigenständige Waschen, Ankleiden, die Essenszubereitung, die Hausarbeit, das Einkaufen und viele anderen Aufgaben. Ergotherapeuten werden häufig auch mit Patienten konfrontiert die nach orthopädischen oder rheumatischen Erkrankungen bzw. nach einer Amputation eins Gliedmaßen mit neuen Bewegungsabläufen lernen müssen ihren Alltag zu bewältigen. Nach einer Zeit der Frustration und Resignation sind dieses Patienten, die lernen mit ihrem Handikap den Alltag zu meistern und somit dankbare Patienten sind. Da Ergotherapeuten häufig eng mit den Patienten zusammenarbeiten, suchen Ergotherapeuten häufig gemeinsam mit ihren Patienten nach einer beruflichen Neuorientierung bzw. nach dem Wiedereinstieg ins Berufsleben. Einkommen Beim Einkommen ist zwischen Ausbildung und Bachelor zu unterscheiden. Das Bruttogehalt nach einer Ausbildung wird in einer Spanne von € 2.236 und € 2.474 angegeben, während nach einem Studium das Gehalt zwischen € 2.946 und € 3.815 liegen soll. Erfahrungsgemäß werden die Gehälter häufig auch darunter liegen. Um die Tätigkeit unter der Berufsbezeichnung "Ergotherapeut" auszuüben, benötigt es gemäß des Gesetzes über den Beruf (Ergotherapeutengesetz) die Erlaubnis der zuständigen Behörde. Studium Wer sich für das Studium, sprich für den Bachelor entscheidet, hält sich verschiedene Türen der Qualifikation und Spezialisierung offen. Da in Zukunft erfolgreich ist, wer sich dem lebenslangen Lernen verschreibt, wird besonders von Studienabgängern erwartet, dass sie fachlich up-to-date sind, d. h. dass neue Erkenntnisse aus der Forschung in den Bereichen der Rehabilitation und der Pädagogik sich in Ihrer praktischen Arbeit wiederfinden. Da sie aufgrund der ganzheitlichen Ansatzes interdisziplinär arbeiten, ist es wichtig, dass sie über den eigenen Tellerrand hinaus sich auch in neue Fachgebiete einarbeiten und ihren Wissenstand erweitern. Für Ergotherapeuten die sich für das Studium entschieden haben, ist es möglich nach einem Jahr praktischer Arbeit den Master zu erwerben. Ein Master ist für Therapeuten interessant, die eine Führungsaufgabe anstreben oder in die Wissenschaft gehen wollen, da die Promotion auf dem Master aufbaut. Wenn Sie Professor werden möchten, schließen Sie auf die Promotion noch die Habilitätion an. Ergotherapeuten arbeiten mit Menschen, die aufgrund einer Beeinträchtigung ihre Selbständigkeit entweder Entwicklungsstörungen im Kindesbereich haben oder im Erwachsenenalter ihre Selbständigkeit verloren haben. Um in diesem Bereich als Therapeutin zu arbeiten, kann eine Ausbildung oder ein Studium gewählt werden. |
| Last Updated on Thursday, 02 September 2010 20:17 |




